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18 January 2013

Keine Angst vor dem weissen Licht

Auf LED Lampen umgestellt
 

Letzte Woche habe ich drei LED-Lampen gekauft. Die ersetzen zwei mal normale Glühbirnen, einmal eine sogenannte "Energiesparlampe". Die Glühlampen zu ersetzen bot sich aus naheliegenden Gründen an: Eine 40 Watt Birne ist halt einfach zu wenig, um ein Zimmer angenehm hell zu machen und eine 100 Watt Lampe ist halt ökonomisch wie ökologisch heute nicht mehr der Stand.

Die "Energiesparlampe" wurde ersetzt, da mir nach einem kleinen Unfall bei meiner Freundin (Lampe kaputt gegangen) wieder mal klar wurde, was für ein Chemie-Risiko man da im Haus hat. Stichwort: Quecksilber. Will man nicht im Zimmer haben, will man nicht einatmen. Also so eine "Energiesparlampe" z.B. an der Lampe neben dem Sofa, das ist einfach keine gute Idee, einmal dumm zurückgelehnt und das Ding fällt gegen die Wand. Und dann? Fenster aufmachen, Zimmer evakuieren, Sofa... saubermachen? wegwerfen? Und was mit der Bruchlampe machen? Die offiziellen Informationen gehen von einer funktionierenden Giftstoff-Abfuhr aus... hier in Griechenland? Pustekuchen.

Das Szenario will ich gar nicht planen müssen. LED-Lampen sind da sympathischer und sicherer. Schon immer noch einiges teurer, auch wenn die Preise einiges runter gekommen sind. Theoretisch soll man das ja über die Stromrechnung wieder rausholen, mal schauen.

Der grosse Unterschied bis jetzt: Bei den "Energiesparlampen" war die Erfahrung immer "das soll 50 Watt entsprechen? Hmm, vielleicht wird das ja noch heller, wenn es eine Weile an ist..." Bei LED ist die erste Reaktion eher "das entspricht 50 Watt? Ganz schön hell für 50 Watt." Vor allem bei den "weissen" LEDs (4000K), denn bei den "wärmeren" mit 2700K gibt es aus technischen Gründen Verluste. Ich habe zwei "weisse" und eine "warme", die "warme" hat mit 800 Lumen etwa die Lichtleistung einer 100 Watt Glühbirne. Aber da sie noch in einem Lampenschirm steckt, scheint sie gegenüber den anderen eher nicht so starkt durch.

Die "weissen" haben je 650 Lumen. Zuerst war ich mir gar nicht sicher, ob ich mich mit dem Licht anfreunden könnte. Aber gerade tagsüber, wenn die Lampe an ist, um Innenräume aufzuhellen finde ich es inzwischen sehr angenehm. Ich weiss nicht, ob ich gerade gegen Abend alles "kaltweiss" haben wollte, aber mit der "warmen" Birne kann ich es gut ausgleichen. Historisch gesehen werden unsere Kunstlichtquellen sowieso immer "weisser", umso besser sie technisch werden, ist wohl auch Gewöhnungssache.

Interessanter Gedanke am Rande: Das weissere Licht wird üblicherweise als "kalt" beschrieben, das "gelbere" als "warm". Rein physikalisch ist es umgekehrt, siehe Angaben in K (Kelvin). Warm werden die LED-Lampen übrigens nicht wirklich, auch nach ein paar Stunden kann man die Lampe problemlos anfassen.


Posted by betabug at 21:48 | Comments (3) | Trackbacks (0)
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Comments
Re: Keine Angst vor dem weissen Licht

Der Grund für die Bezeichnung "kaltes Licht" ist, dass beispielsweise Schnee hellweiss erscheint (wegen dem Blauanteil, Wasser ist ja nicht vollständig transparent und Eis nicht weiss, sondern da ist etwas Blau drin; man sieht's am blauen "Horizonteffekt", je weiter entfernt etwas ist, desto blauer wirkt es auf uns "natürlich").

Da wir's gewohnt sind, dass wir von allem ausser der Sonne erstmal nur indirektes Licht kriegen, ist, wenn das Licht selbst mehr Temperatur hat, für uns "kaltes" Licht.

Ähnlich ist der Grund, weshalb wir "wärmeres", also gelblicheres Licht als angenehmer empfinden: unsere Sonne strahlt gelbliches Licht aus. Darauf sind wir quasi "geeicht". Deshalb macht man sich die Mühe, und filtert bei einer weissen LED etwas Blau raus. Die meisten Menschen finden das dann angenehmer.

Posted by: Volker Birk at January 20,2013 12:41
Re: Keine Angst vor dem weissen Licht

Jaja, ohne da in die Psychologie abzutauchen kann man das mit kalt/warm nicht wirklich erklären :-) Die Sonne zum Beispiel gibt eben kein gelbliches Licht ab, sondern viel, viel weisseres oder eben im verhältnis blaueres Licht als z.B. Lampenlicht, was man beim Photographieren gut merkt. Ob Schnee jetzt wirklich bläulich ist... oder ob das nur daran liegt, dass Schnee immer einen Anteil des blauen Himmels reflektiert, wie ich das als Photograph gelernt hatte?

Posted by: betabug at January 20,2013 20:51
Re: Keine Angst vor dem weissen Licht

Was Du da gelernt hast, weiss ich nicht ;-)

Der Himmel selbst ist nur wegen dem in der Luft enthaltenen Wasser blau. Das Wasser streut das Licht. Sonst wäre der Himmel nämlich samtschwarz, sogar über dem schönen Griechenland.

Nachts ist er das ja auch (wo kein Smog ist).

Sterne der Klasse unserer Sonne nennt man übrigens Gelbe Zwerge (auch wenn manche “Energiesparleuchte” noch viel, viel gelber ist).

Grüsse nach Athen,
VB.

Posted by: Volker Birk at January 21,2013 22:42
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