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17 October 2005

Pinakothek, Hilton

...und Fridays (am Sonntag)

Diesen Sonntag habe ich es mal geschafft früh genug aufzustehen, um die griechische Nationalgallerie zu besuchen, die Sonntags um 14 Uhr schliesst. Das Programm rundeten wir dann mit einem Besuch im guten, alten Hilton und bei TGI Fridays (einem amerikanischen Ketten-Bar-Cafe-Pub Laden) ab...


Athener Nationalgallerie,
Ausstellung im ersten Stock

Zuerst die Nationalgallerie (Ethniki Pinakothiki): Eindrucksvoll, wenn auch vieles schon gesehen, zumindest vom Stil her. Ich mag Malerei grundsätzlich, doch bin ich meistens nicht aufnahmefähig genug für ein ganzes Museum am Stück. Die Ausstellung wurde und wird noch umgebaut. Wir konnten zwei Stockwerke voll Bilder anschauen, wasw uns auch reichte für die zwei Stunden, die wir Zeit hatten. Der oberste Stock und einige Bereiche in der Nähe des Eingangs sind noch im Umbau und nicht zugänglich.

Portrait, 19.Jahrh., Athener
Nationalgallerie

Im unteren Stockwerk sahen wir die älteren Werke, vom 16. Jahrhundert an. Die Ausstellung lehnt stark zu griechischen Künstlern, doch gerade im ältesten Zeitraum sind viele Werke aus Italien, Spanien und anderen europäischen Ländern vertreten. Ab der Zeit der griechischen Revolution (1821 für weniger in der griechischen Geschichte belesene) wird die Ausstellung detaillierter. Von Historienschinken zu Helden und Schlachten des Unabhängigkeitskrieges hin zu den Portraits und Gesellschaftsbildern der neuen Oberschicht. Das Bild zeigt ein solches Portrait, im Hintergrund die Akropolis, Thision und das Athen von ca. 1870. Erklärungstexte zu den einzelnen Abschnitten geben eine Orientierungshilfe. Doch bei einigen Bildern hätte ich eine Erklärung nötig gehabt. Was war jetzt genau los mit dieser oder jener Musse, mit dem einen oder anderen Helden oder Moment der Geschichte?

Modernes Werk in der Athener
Nationalgallerie

Im oberen Stock sind die modernen Werke zuhause. Hier hatten wir nur noch für einen kürzeren Rundblick Zeit. Die Werke reichen von den "moderen" ab der Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts über die abstrakten Werke der Nachkriegszeit bis heute. Kurz vor "Ladenschluss" des Museums schauten wir noch im Museums-Shop vorbei. Die Preise sind einiges "normaler" als in den anderen Museen, die wir besucht haben.

Nach so viel Kultur hatten wir erstmal etwas Kommerz nötig. Das Athener Hilton steht gleicht gegenüber der Nationalgallerie. Also hinüberspaziert, durch die fette Lobby mit dem überholten Kunstledercharme der so an die 50er Jahre erinnert und mit dem Lift ganz nach oben. Für den Lift sollte man einen festen Magen haben, Beschleunigung und Abbremsen werfen einem die Innereien durcheinander, scheints haben Hilton-Gäste keine Geduld für lahme Aufzüge. Nach der plüschen Lobby erwartete uns oben eine durchgestylte Bar mit Lampen (und Möbeln?) von Philip Starck. Doch leider war die Bar dicht. Immerhin nutzte ich die Gelegenheit für ein Panoramabild (Bild anklicken für eine grössere Ansicht).

Panorama vom Dach des Athens Hilton

Da der Kaffee im Roof-Garden des Athens Hilton flachgefallen war, nahmen wir den Bus zur nächsten Franchise-Meile (frei nach Neal Stephenson). In der Leoforos Alexandras reihen sich Starbucks, TGI Fridays, La Pasteria und einheimische Ketten wie "Goodies" aneinander. Bei uns war ein Test von TGI Fridays angesagt. Mit "Death by chocolate" (Brownie mit Schokosyrup und Vanilleglace, angelehnt an "Charlie and the chocolate factory") und "Tropical Runner" (einem alkoholfreien Mixdrink, Banane, Ananas, "Pinacolada-Gewürz" und crushed ice) verlief der Test zufriedenstellend. "Fridays" ist ein amerikanischer Bar-, Café-, Pub-Schuppen. Ganz nett, brauchbare Musik. Preise im für Griechenland gewohnten (hohen) Durchschnitt. Die Mitarbeiter verzieren ihre "Uniformen" mit Buttons, Stofftieren, Tand und Trödel, sie stellen sich nach amerikanischer Sitte mit Namen vor. Beim typischen, griechischen Kaffeepublikum (männlich, jung, immer auf der Suche nach der holden Weiblichkeit) wäre es bedeutend erfolgreicher (eher ein wirklicher Durchbruch in der Kafeteria-Erfolgsskala!), wenn sie auch gleich die Telefonnummer mitgäben. Trotz dem offensichtlichen Franchise-Konzept war alles ganz freundlich. Also alles in allem ein gelungener Sonntagsausflug.

Posted by betabug at 09:11 | Comments (0) | Trackbacks (1)
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σιγά ξαναβρίσκεσαι πράγματα. Τελικά αρχίζεις
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