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13 May 2007

Die See und die Kunst zu warten

Ein sommerlicher Ausflug
 


Nachdem ich die letzten Tage eher faul war, habe ich mich heut nachmittag aufgerafft und bin mit dem Bus ans Meer nach Falliro gefahren. Statt Badezeug hatte ich das Skateboard dabei, wenn ich meine Sachen nirgends lassen kann, kann ich leider auch nicht ins Wasser. Obwohl es erst Mai ist, war es schon sommerlich heiss. Von Falliron aus bin ich dann Richtung Kalamaki gerollt. Immer schön langsam, es war "viel Verkehr" auf der Promenade. Ich war wohl nicht der einzige, der einen Ausflug ans Meer an so einem Tag als gute Idee erachtet. Auch ohne Schwimmen zu gehen war es schön, mit Aussicht, frischer Luft und Sonne.

Von Kalamaki aus hatte ich keine Lust mit dem Brett zurückzurollen. Zu heiss, zu anstrengend. Erstmal kippte ich einen Liter Wasser runter, dann machte ich mir Gedanken über den Nachhauseweg. Um die Zeit kamen schon viele Leute vom Baden zurück, so dass die Küstenstrasse zu war, an Tram- und Bushaltestellen alles voll von Leuten. Ich überlegte mir also, mit dem Bus von Kalamki nach Athen zu fahren, eben genau nicht der Küste nach. Kommt dazu, dass ich da im Schatten warten könnte, ohne Menschenmenge.

Dummerweise hat die letzten Jahre (oder so) die Strecke dieses Busses geändert, jetzt fährt er für ein kurzes Stück auf der Küstenstrasse, bevor er ins Landesinnere abbiegt. Das Resultat davon war heute, dass ich mit einigen anderen Fahrgästen ewig wartete. Aber nur nicht stressen lassen, schliesslich habe ich frei und ich auch überhaupt nicht eilig. Also wartet man und schaut nach dem Bus aus. Und wartet noch länger (und schaut nicht mehr so nach dem Bus aus, denn kommen wird er ja so oder so). Ein paar Strassenhunde kamen vorbei, einer liess sich zur Abwechslung streicheln, der hat wohl gemerkt, dass mir langweilig war.

Als mir das Warten wirklich lang wurde, fing ich an über das Warten selber nachzudenken. Es gibt da nämlich ein paar Tricks. Einer ist, dass man vergessen sollte zu warten. Kann aber manchmal schwierig werden, vor allem wenn noch andere Leute warten, da wird man wieder dran erinnert, dass da eigentlich ein Bus kommen sollte. Was schlussendlich geholfen hat, ist ein weiteres, bewährtes Hausmannsmittel: Man zieht ein Buch hervor und beginnt zu lesen. Dadurch wird der Zeit klargemacht, dass man sie zu nutzen weiss. Spätestens nach zwei Seiten kommt er, der Bus. Und wenn nicht, dann ist's auch nicht mehr so schlimm.


Posted by betabug at 21:35 | Comments (0) | Trackbacks (0)
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Life in Athens (Greece) for a foreigner from the other side of the mountains. And with an interest in digital life and the feeling of change in a big city. Multilingual English - German - Greek.
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