betabug... Sascha Welter

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Entries : Category [ athens ]
The city itself, big, fat, loud, stinking, sitting in the middle of Attica and growing. Athens, Greece, to be sure.
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10 February 2010

Lahmgelegt? Ja klar...

...es sind stets die Kleinen...
Voller Parkplatz beim "Praktiker" gegenüber

Während die NZZ schreibt, dass Streiks das hochverschuldete Griechenland lahmlegen ist der Parkplatz des "Praktiker" Heimwerkermarktes gegenüber schon den ganzen Tag randvoll.

Tatsächlich ist es nämlich so, dass "streikende", öffentliche Angestellte den Tag wohl gerne für Einkäufe und Erledigungen nutzen. Aber auch abgesehen davon ist hier nichts "lahmgelegt" ausser einigen ausgewählten Flecken (wie dem Flughafen). Griechenland hat schon sehr lange gelernt mit Streiks zu leben. Wir haben streiktechnisch wirklich schon viel schlimmeres gesehen, z.B. eine Woche ohne Benzin.

Wunderschön ist hingegen wie in Kommentaren auf der NZZ Anschuldigungen gegen die Allgemeinheit geschleudert werden: "sollen doch diese Faulpelze in Griechenland mal lernen, was arbeiten heisst". So Kleinigkeiten wie da ein ganzes Land über den gleichen Kamm zu scheren, wen kümmert denn so was. Die grossen Beträge sind wohl kaum von der Oma auf dem Dorf verbraten worden, die im Monat 170 Euro Rente bezieht (allerdings Stand 2004, vielleicht sind's ja jetzt 50 Euro mehr seit ich sie das letzte mal gesehen habe, wer weiss). Gearbeitet hat sie sicher ihr ganzes Leben.

Vergessen wir nicht, was die "Kleinen Leute" üblicherweise mit "Finanzkrisen" zu tun haben: Sie haben sie nie verschuldet, aber sie dürfen sie immer ausbaden.


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20 February 2010

Athens in the Mist

Dust from Africa in the air
A small part of the Hymittos hills around Athens in the cloud of dust

It's one of those days again, like in 2005, 2006, and 2008, I get to write about a cloud of dust from Africa packing Athens into an atmosphere of mist. It seems to be whiter this time, other times I remember it to be more yellowish.

I had noticed the mist yesterday already, but missed the point of what it was. Indeed it was incredible to look at from the office in the 7th floor. Busy me (I've got tons of code to write), I didn't even take one single picture. Too bad. Instead I took this snapshot at the outskirts of Athens, near the Hymittos hills today, with the mobile phone, no less. The digicam was at home by mistake and I was in too much of a hurry to bring out the Arca Swiss (I did have the Arca with me, but even the smallest amount of hurry is too much hurry for that camera).

With the cloud of dust there's always warm weather. In fact, it's deceiving: I see the mist outside and conclude that mist == cold, so I want to put on a jacket. In fact the wind that brought the dust came from Africa, so it's a warm wind, we had 23ºC today. Apparently tomorrow the temperature will drop 7º to something like 16ºC.


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27 February 2010

Bus und GPS in Athen

Eine ungewohnte Kombination

Touristen in Athen meiden meiner Erfahrung nach die Athener Busse und bewegen sich im öffentlichen Verkehr lieber mit der Metro. Der Grund ist klar, das Bus-System wird als chaotisch und undurchschaubar empfunden, nur was für Insider. Ist es auch - fast!

Tatsächlich gibt es Karten mit allen Buslinien (Link z.B. hier auf dem blog) und an den Haltestellen ist die Linienführung ausgeschildert, zumindest auf griechisch. Ist eine Exkursion ins grosse Athen geplant, abseits der 3 Metro-Linien, bleibt so neben dem Blick auf die Karte häufig die Frage an Freunde und Bekannte: "Welchen Bus kann ich denn da nehmen und wo steig ich aus?" Die Buslinie(n) schreibt man sich auf einen Zettel und schon kanns losgehen.

Nur eben: Wo steig ich aus? In den Athener Bussen gibt es keine Ansage oder Anzeige der Stationen (in Metro und Tram gibt's das). Möglichkeit 1: mit der Nummer der Buslinie bekommt man eine Beschreibung: "dann kommst du an eine grosse Kreuzung mit einer Kirche und an der nächsten Station ist eine Tankstelle und dann steigst du aus." Was natürlich bedeutet, dass man ewig am rausspähen ist, um die Kreuzung mit der Kirche nicht zu verpassen. Die meisten Athener sind so unterwegs.

Manchmal fragt man den Busfahrer oder die anderen Fahrgäste: "wo muss ich aussteigen, für den xy Platz?" Das funktioniert nur, wenn man eine sprachliche Verständigungsbasis findet und auch dann ist es ein Glücksspiel - oft wissen die anderen es auch nicht und selbst der hilfreichste Busfahrer hat ja auch anderes zu tun.

Auf längeren Strecken in mir unbekannte Gegenden habe ich inzwischen eine andere Lösung: Ich zücke ganz einfach mein GPS-Gerät (in meinem Fall in Form meines Telefons). Dort kann ich verfolgen wo der Bus grad ist und ich habe eine Markierung gesetzt, wo ich hin muss. Das reduziert den Stress einer solchen Expedition erheblich.


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05 March 2010

Strike in Athens

24h public service strike
Traffic jam on Pireus Street due to public transport strike.

Today all the public services in Athens are on strike. That includes the public transport: No busses, trams, trolleys, metro are moving. People are taking their cars to the streets to get to work (well, those who aren't working in the public service and are on strike themselves). The result is a lot of chaos and traffic jams on the roads.

The reason for the strike are the economic measures announced by the politicians. Cuts on salaries and pensions, raised taxes. The economy will take a big hit for the worse.

Now, we've all heard the news saying "Greece has been living over its limits", "the Greeks have been spending too much" and all that. First of all, I'm tired of the generalizations. If you want to blame things on a whole group of people, try "the politicians" instead or "the speculators". Sure, there are a lot of people with "seats" in the public service who do nothing all day long. It would be nice to streamline the public service, but it's not going to happen by raising the taxes and doing random cuts on small people's salaries.

So, how about those fregates that the French government wants to sell to Greece? How about the - what was it, figher planes? helicopters? - that the German government wants to sell to Greece? Do "the Greeks" cut those?

(The picture shows Pireus Street leading to the center of Athens from the south-east. There is a traffic jam, but from this position the level of chaos on the streets isn't really perceivable.)


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09 March 2010

Dark Yellow Morning Sky

A science fiction setting

Yesterday morning I woke up to a darker world. We had again reddish-yellowish sand from the Sahara (or from Africa in general) in the wind. At the same time it was cold, which is kind of weird. The cold wind came from the North, the sand from the South. Apparently the meteorologists can explain that, but don't ask me. What I saw, was the special light: Even when the sun had come out in the morning, it was almost dark. The light had an orange tint. It rained, so everything was stained with reddish dust. No, I didn't take any pictures.

This morning the blue sky is back, but my veranda, like all of the city, is still covered with red dust. The entrances of buildings have red pathways, people carry the dust inside on their shoes.

In an attempt to give a little bit of practical value to this post: Here is a link to the SKIRON dust forecast from the University of Athens.


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06 May 2010

Wohlauf, aber wütend

Eine Stimme aus Athen

In Europa schaut man Griechenland im Fernsehen. Mein Vater hat gestern bei mir angerufen, um zu fragen ob ich wohlauf bin. Ja, keine Probleme für Leib und Leben. Ich wohne und arbeite weit genug weg vom Stadtzentrum um nicht von Demonstrations- und Polizei-Gewalt betroffen zu sein. Ich begebe mich auch nicht selber zu Demonstrationen.

Anders sieht es aus, was den Seelenzustand betrifft. Ich bin Ausländer hier, aber meine Freunde sind hier, mein soziales Umfeld ist hier, meine Arbeit, schlicht mein Lebensmittelpunkt ist hier. Gestern auf dem Nachhauseweg habe ich wieder einmal darüber nachgedacht, wie sehr ich in dieser chaotischen Stadt zuhause bin (auch wenn ich lieber irgendwo auf dem Land wäre). Ich bin ganz einfach wütend, drum entschuldigt, wenn ich von meiner Linie abweiche, nicht über Politik zu schreiben...


Es gibt in der momentanen Situation keine einfachen Rezepte. Soweit, so gut. Aber wenn ich die Propaganda der Marke "Stürmer" sehe, die in den letzten Wochen in Deutschland produziert wird, kommt mir die Galle hoch [1]. Da ist die Rede von "die Deutschen" und "die Griechen". Die Griechen sind also korrupt? Darf ich daran erinnern, dass Deutschland die korrupten Siemens-Manager immer noch nicht ausgeliefert hat? Korruption in Deutschland findet einfach auf einer höheren Ebene statt. Deutsche Parteien werden nicht bestochen, es gibt keine "Bestechungs-Skandale", es gibt "Parteispenden-Skandale"... eine Spende, das kann doch nicht so schlimm sein. Kein Wunder, dass die Bestechung einer fremden Regierung durch ein Industrie-Unternehmen als Kavaliers-Delikt verstanden wird.

[1]es gibt auch Ausnahmen, siehe diesen Beitrag vom Sprengsatz

Ich habe in den letzten 6 Jahren in Griechenland nicht einen Euro Bestechungsgeld gezahlt. Mein Chef hat noch nie einen Euro Bestechungsgeld bezahlt, trotz Steuer- und Wirtschaftsprüfungen und Extra-Steuer- und Wirtschaftsprüfungen in der Firma. Klar gibt es Bestechungen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass es überall so zu geht oder dass jeder da dabei sein muss.

Ich würde vorschlagen, dass wir wieder über das Thema Korruption reden, nachdem der Siemens-Verwaltungsrat in Griechenland in Untersuchungshaft sitzt, so wie es aussieht in der Zelle neben dem Verwaltungsrat von Kraus-Maffei, Daimler und - nach neuesten Berichten, man höre und staune, der Deutschen Bahn, einem Staatsunternehmen. (Habe ich da noch wen vergessen, sicher gibt's da noch mehr?) Alles Firmen, die in Griechenland Politiker bestochen haben "sollen". Das berüchtigte Gefängnis von Koridalos ist zwar leicht überbucht, aber ein gemütliches Plätzchen dürfte für die Herren schon noch da sein. Seife mit Olivenöl-Geruch ist übrigens eines der traditionellen griechischen Produkte.

Bestechung ist ein Verbrechen, bei dem es immer um zwei Beträge geht. Da ist einmal das Bestechungsgeld, z.B. im Falle von Siemens so um einige Millionen. Dann ist da die Schadens-Summe, d.h. der Betrag der illegal gewonnen wird. Die beiden Summen stehen in einem Verhältnis. Niemand zahlt eine Million Bestechungsgeld an verschiedene Politiker, wenn die Schadenssumme zwei oder drei Millionen hoch ist. Wie hoch ist das Verhältnis? Ich tippe darauf, dass es eher Richtung 1:1000 als Richtung 1:10 tendiert. Das würde bedeuten, dass Siemens illegale Geschäfte in Milliardenhöhe gemacht hat. Wenn man es historisch zusammenrechnet, dann dürften da hunderte Milliarden zusammenkommen. Keine Überraschung, wenn man weiss, dass Siemens bereits in den 40er und 50er Jahren in Griechenland wegen Bestechung erwischt wurde. Die Herausgabe der "Beute" durch die Verbrecher dürfte den derzeitigen Finanzschaden etwas mindern helfen.

Die Untersuchungshaft der Bestecher hätte wohl dann auch zum Resultat, dass die feinen Herren singen lernen würden. Bei den Gesangsübungen würden dann auch die hiesigen korrupten Politiker ins schwitzen kommen und der Laden könnte wirklich mal ausgeräumt werden. Das fängt ganz oben an, bei den drei "Familienunternehmen", die dieses Land seit Jahrzehnten ausnehmen, im besten Einverständnis mit der internationalen Classe Politique. Ein verwöhnter, reicher Sprössling wie der "aktuelle" Jorgos Papandreou ist Vorsitzender der Sozialistischen Internationalen? You must be kidding. Die Familie Papandreou, wahrscheinlich auch Enkelchen Jorgos höchstpersönlich sind in die Siemens-Bestechungen direkt involviert, haben Geld bezogen. Das gleiche gilt für die "konservativen" der Familien Karamanlis und Mitsotakis.

Was machen aber die (internationalen und insbesondere Deutschen) Politiker? Parallel mit den Verhandlungen zum "Hilfsprogramm" schicken sie Herrn Westerwelle nach Athen, zum Verkaufsgespräch, denn die griechische Regierung soll doch bitte eine Partie "Eurofighter" Kampfflugzeuge kaufen... genau was wir hier extrem dringend brauchen. Meine persönliche Vermutung ist, dass die anfängliche Zurückhaltung der deutschen Regierung zum "Rettungspaket" ein Druckversuch in Richtung Eurofighter-Kauf war. Ebenfalls vermute ich, dass wir - sobald etwas Gras über die Geschichte gewachsen ist - erfahren werden, dass Griechenland eine Reihe schöner, neuer Kriegsflugzeuge erworben hat. Zusammen wohl mit den französichen Fregatten, die der Preis für den französischen Anteil am "Hilfspaket" sein dürften.

Mit dem Aufräumen an der Spitze würden auch die Seilschaften nach unten durchgeschüttelt. All die tollen Parteigänger, die ihre Posten und Pöstchen durch die EU-Subventionierten Familienbetriebe der Grossparteien bekommen haben. Mir ist es egal, ob Staatsangestellte auf einen Teil ihres Lohnes verzichten müssen. Das Gefälle von Löhnen im "öffentlichen Dienst" zur Privatwirtschaft ist böse. Nur eben, gibt es keine einfachen Lösungen, so wie es jetzt läuft, werden wohl die "untersten" am meisten bluten, während sich zum Beispiel die Parlamentarier und ihre "Helfer" schon so eingerichtet haben, dass sie trotz vordergründiger Kürzungen der Parlamentariergehälter am Ende sogar noch mehr verdienen. All das natürlich mit vom IWF überprüften und abgesegneten Massnahmen.

Warum übrigens, scheinen diese Massnahmen vor allem auf das Erhöhen der Arbeitslosen-Rate abzuzielen? Kann mir das mal jemand erklären? Wie, bitte schön, reduziert man Schulden, indem man die Abfindungen reduziert, die Privat-Firmen bei Entlassungen zahlen müssen? Indem man die Quote der maximalen Entlassungen die Firmen vornehmen können erhöht. Indem man lange darüber diskutiert, dass auch Privat-Firmen das Weihnachts- und Feriengeld streichen sollen? Viele der Massnahmen sind offensichtlich kurzsichtig, einige sind aber schlicht und einfach böswillig. Jetzt könnte man noch argumentieren, dass da der unternehmerische Spielraum erhöht werden soll, aber andererseits dürfen Unternehmen dann auch einen Prozentsatz des Gewinns in einer Sondersteuer abliefern und soll Fernsehwerbung mit 20% Extrasteuer belegt werden.

Zu den Streiks und Demonstrationen

In Europa wird immer wieder mit Staunen auf die hiesigen Streiks geschaut. Dabei wird vergessen, dass es in Griechenland keinen "Sozialvertrag" zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern gibt. Es gibt auch keine wirkliche Demokratie - wobei das natürlich für den Grossteil Europas zutrifft. Das Resultat ist, was John F. Kennedy einmal so formuliert hat:

Those who make peaceful revolution impossible will make violent revolution inevitable.

—John F. Kennedy, Address to Latin American diplomats at the White House (13 March 1962)

Das Wahlrecht ist so aufgebaut, dass eine der beiden Grossparteien die absolute Mehrheit erringen wird, fast egal wie niedrig der Stimmenanteil an den Parlamentswahlen ist. Abgesehen von den Parlamentswahlen gibt es dann praktisch keinerlei Möglichkeit zur demokratischen Mitbestimmung des Volkes. Der einzige Weg des Volkes seine Meinung kundzutun ist das verfassungsmässig gesicherte Recht auf Demonstrationsfreiheit und das Recht zu Streiken. Wundert es noch jemanden, dass demonstriert und gestreikt wird?

Krawalle

Das verfassungsmässig garantierte Recht auf Demonstrationsfreiheit bedeutet noch lange nicht, dass man auch demonstrieren darf. Da sind die Politiker und mit ihnen die Kettenhunde der Polizei vor. Friedliche Demonstrationszüge mit einfachen Leuten, darunter alten Leuten und Kindern werden mit Schlagstöcken, Tränengas und Pfefferspray angegriffen... und das stellt den Normalzustand dar. Im letzten Dezember hat ein Motorradfahrer der Polizei eine Frau gesetzten Alters mit Vollgas überfahren - vor laufenden Kameras und in der Mitte einer Gruppe Menschen die nach dem Ende einer Demonstration auf dem Nachhauseweg waren. An den gestrigen Krawalle waren keineswegs nur eine Gruppe von "gewaltbereiten Autonomen" beteiligt - hier griffen Familienväter die Bereitschaftspolizisten an und Rentner machten Jagd auf die berüchtigten Motorradpolizisten. Die Polizei hat einen gesellschaftlichen Auftrag und eine gesellschaftliche Sonderstellung. Wenn diese Missbraucht wird und in wahlloser, unkontrollierter Polizeigewalt endet, muss man sich nicht wundern, wenn "normale Bürger" ausrasten. Bei den Fotos der gestrigen Krawalle stechen für mich besonders jene hervor, die unvermummte, ältere Menschen zeigen, die die Schlagstock-Polizei angreifen.

Todesopfer und nekrophile Politiker

Gestern sind drei Menschen durch ein gelegtes Feuer ums Leben gekommen. Die Opfer waren Angestellte einer Bank. Die Täter waren wohl eben jene "gewaltbereiten Autonomen". Mittäter sind aber auch die Manager der Bank, denn diese haben ihren Mitarbeitern verboten den Arbeitsplatz zu verlassen - unter Androhung der Kündigung - und sie haben diese Mitarbeiter eingeschlossen. Die drei Todesopfer sind erstickt, weil sie in einem von Sicherheitstüren verschlossenen Bereich keinen Notausgang hatten. Die Politik jedoch, nimmt diese Todesopfer dankbar an, denn sie lenken vom Ausmass des Volkszorns und von den eigenen Verbrechen ab. Statt von 100'000 bis 200'000 Demonstranten redet man von 3 Toten und einer Handvoll Mördern. Es ist, als ob die Verstorbenen und deren Familien nun zudem noch politisch missbraucht werden. Die Mitschuld der Bankleitung ist da nur eine kleine, störende Tatsache, die möglichst schnell vergessen werden sollte. Die Suche nach den Werfern der Molotof-Cocktails wird verstärkt. Die persönliche Schuld einiger unglaublich unverantwortlicher, durchaus schuldiger, soll von der Mitschuld der vielen ablenken.

Heute wird nun im Parlament über die Sparmassnahmen abgestimmt. Keine einzige dieser Sparmassnahmen hat wirklich zum Ziel, das kranke System zu ändern. Es wird lediglich gekürzt und gewürgt. Kein Politiker muss zurücktreten.

Soziale Verantwortung

Da ich hier lebe, mich hier wohl fühle und meinen Lebensmittelpunkt hier habe, bin ich auch durchaus bereit, soziale Verantwortung zu übernehmen. Zwar verdiene ich hier einen Bruchteil von dem, was ich in der Schweiz verdienen würde (meine Entscheidung!) und zahle für viele Dinge die gleichen Preise, aber wie auch immer. Von dem, was ich um mich herum höre, ist meine Einschätzung, dass die Mehrheit der Griechen bereit ist, soziale Verantwortung zu übernehmen. Den eigenen Teil beizutragen. Zurückzustecken und mitzuhelfen. Das geht aber nicht, ohne die Verfolgung der Schuldigen, ohne die Bekämpfung des Grundübels.

Die soziale Situation in Griechenland ist jetzt schon kritisch. Die Flüchtlinge aus dem dreckigen Krieg der Deutschen und Amerikaner in Afghanistan und dem Irak, zusammen mit Wirtschaftsflüchtlingen aus anderen Ländern, überfordern das Land. Wir reden hier nicht von einer Handvoll Flüchtlingen, wir reden von tausenden und tausenden. Athen hat noch vor 20 Jahren praktisch keine Kriminalität gekannt. Jetzt sind Reiseveranstalter vereinzelt schon dazu übergegangen, auf Stadtkarten Gebiete als "not recommended" zu markieren. In einer Stadt, in der ich mich früher Tag und Nacht uneingeschränkt überall frei bewegen konnte, mache ich mir heute Gedanken wie ich im Zentrum der Stadt sicher von Punkt A nach Punkt B komme.

Wem hilft das "Hilfspaket" wirklich?

Die Wahrheit ist doch schlicht und einfach, dass die "Hilfsgelder" nie in Griechenland ankommen werden. Es handelt sich um Hilfsgelder für die Banken und die Spekulanten. Es ist die Auszahlung des Gewinns aus der Spielbank, für all jene, die in den letzten Wochen und Monaten auf "Schwarz, noch schwärzer, rabenschwarz" gesetzt haben. Auch die "Massnahmen" des IWF werden nicht in der Behebung des Übels enden, lediglich zur Verarmung eines Landes führen.

Mir selber geht es gut. Ich bin unverletzt an Leib und Leben. Ich habe Arbeit und dadurch ein kleines Einkommen. Keiner meiner Freunde und Bekannten ist tot oder verletzt. Einige haben ihre Arbeitsstelle verloren und seit Monaten keine neue gefunden. Die kommende Verarmung der Gesellschaft, der entstehende soziale Sprengstoff macht mir Sorgen. Die internationale Akzeptanz und Unterstützung der Täter macht mich wütend.

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30 May 2010

European Jazz Party... err Festival

There is music too

Both on Thursday and Friday evening I passed by the 10th European Jazz Festival in Athens. I say "passed by", since in difference to the last years, I wasn't there for more than half an hour each time.

One reason was that both times the band currently playing wasn't playing on my bandwidth. I'm not too much into the experimental, modern kind of jazz. If you can't be too sure if what you're hearing is the actual performance or they're still sound checking their instruments, it's not too groovy for me. Possibly just tough luck, another time I might have hit on something great like in other years.

Apart from that, the festival is so much just a big party. Hey, it's free, it's summer, everybody is there. It does not leave me with the impression that people are there for the music. In fact, any music would probably do. I would not be surprised if someone brought a ghetto blaster. To put it short, an event to pass by from.


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09 June 2010

Sculptures by Vana Xenou

Sculpture Exhibition at the National Garden

These days the moment there is a sculpture exhibition taking place at the National Garden (next to Syntagma Square) in Athens. The sculptures are by Vana Xenou (Βάνα Ξένου). The exhibition will be there till some time in August. When you enter the gardens from the entrance with the palm trees on Amalias, next to the parliament, you can find some information sheets. The sheets have a description in Greek and the positions of the exhibits marked on a map of the park.

I always get lost in the National Garden. So after the 3rd time there, I'm still not sure I've seen all of the sculptures. There are some that I like very much, that really work well in the surroundings. There are others that speak less to me, as is expected with any collection of art pieces.

The first times there, I've taken some "notes" (fast pictures taken with my mobile phone) and today after work I carried the Arca-Swiss there. I took one picture of one of the sculptures. No need to hurry, this is large format photography. Also I was a bit tired after working all day, also expected. I'm sure I'll go back and take some more slow pictures.


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21 June 2010

European Music Day Post without Information

Having had a good time though
Drummers Band at the Kerameikos in Athens

These days there's the European Music Day (or rather: Days) spectacle going on in Athens. Free concerts on the squares of Athens. Yesterday evening there was very good weather to go along with it too. Just a little bit cooled down from last weeks 40ºC down to something like 32ºC. We went first to Klathmonos square (smack in the center of Athens, next to Panepistimio station). There we heard a band playing something like rockpopping, english inspired band music. They were obviously from Greece, but not having the program with us, we had no idea who they were.

They did play to my liking though. Sure, the slower, more ballad like songs were not made to keep the small crowd of listeners grooving around, but the more rocky songs, the ones where the singer was screaming it out, kept us rocking. There was a huge black guy right in the front of the stage who was dancing it out by himself. There were various other people in the audience dancing along too. I had a look at the program today and it seems likely that we listened to the "Travel Mind Syndrome".

Band playing at Klathmonos square, probably "Travel Mind Syndrome"

We went on to Gazi, since the program had something about Funk/Jazz there. When we arrived at Kerameikos station and walked in direction of the Gazi, we heard some drums from one of the newly made park areas there. We stopped by and noticed a huge drum playing band, brazilian style, just starting to drum it out. We stayed around and enjoyed the drumming and the show as they also made some dance-like steps and overall had a good time themselves.

Then we went on to the concert at the Gazi. There was some pop band playing, nothing that interested us. Or much anybody, as there weren't that many listeners either. We returned to the drummers where by now the crowd was bigger than at the official concert. Hey, the groove was much better. There were a lot of people now, kids playing and dancing along with the drummers, older people dancing. We stuck around for some time, then went home for a nice sleep in the now a little bit cooler nights. Overall we'd listened to three bands, not knowing any of their names, but we had a good time.


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15 July 2010

Yes, I'm Back in Athens

Since Sunday actually

Last Sunday I returned from Naxos. On a boat filled to the last place. Lots of tourists too, so I guess the tourism industry can't complain that there are no tourists at all. It was good to leave in a place that's easy to get to from the port in Pireus. After traveling by boat it's nice to get home fast and take a break.

On Monday I went to the National Garden (next to Syntagma square) with the Arca and took lots and lots of (well, for the standard of working with the Arca... about 27) pictures of Vana Xenou's sculptures there. I got the films developed and (rough, low quality) scanned on Tuesday. I think I did a good job, except for the last few one's, when I was too tired after a day out in the dust and the heat. The main point was to be at each sculpture at the right time when the sun would peep through the large trees around everything... and then get a good point of view and don't f* up the composition. Maybe I'll post some pictures somewhere.

The duration of the exhibition was extended to somewhere in September. Plenty of time for a pleasant stroll through the park to see some sculptures!


Posted by betabug at 10:21 | Comments (1) | Trackbacks (0)
28 July 2010

No Gazoline

Quieter streets
Sign saying 'unleaded finished'

The owners of gas transport trucks are on strike. It's happened before (e.g. 2008). Today is the third day with long lines in front of gas stations. Their problem is the "economic measures" the government puts on them. The tourist season does not seem really much of their concern - or rather, they may counting on it leading to maximum annoyance of everybody.

The streets are much quieter then they usually are. People use their cars as little as possible. There doesn't seem to be much understanding for the truckers, given that the economic stuff they will now have to put up with is not at all much worse than what everybody else is facing (and some people got it really a lot harder).


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08 September 2010

Bad Times for Taxi Drivers

Prices went up too much, times are not good

Yesterday night leaving from Thision with a taxi. Maybe 50 Taxis waiting for customers. Passed by Monastiraki, probably another 50. Passed by Syntagma, could be another 100. No good times for taxi drivers in Athens these days. Two years ago, on a similar day and time, we had to go walk around the night streets, hunting to find a free taxi.

The fare prices went up so many times, so much, people who used to take a taxi all the time avoid them now. Just like most people I know do now. Of course all the economic downturn and the uncertainty won't help either.


Posted by betabug at 09:56 | Comments (3) | Trackbacks (0)
04 October 2010

No Cars on Panepistimiou

Kids and bikes instead
Laughing kid on Athens Panepistimiou street without traffic

Saturday the 24th of September I had to buy some stuff in the center. Since the $#%* line 3 is still under repair, I went to Panepistimiou metro station, got up and... wow... no cars.

Seems there was some kind of "public transport week" or "carfree week" going on. I had heard something of it before, by way of the public transport system letting you drive around all day with a single ticket. But I hadn't heard about this stunt.

It was incredible. Panepistimiou street, roaring with traffic usually, a place where you can cross the street as a pedestrian by way of traffic lights or - if you're in shape - by waiting for a lull in traffic and running over. I've seen it without traffic before, after demonstrations. This was different, since there were cafes on the street, games for the kids (and I guess some games for the grownups). The sun was quite warm, but a part of the street was in the shade.

BMX bike on Athens Panepistimiou street without traffic

I took out my camera, set it up and then I strolled through the shade, looking for something interesting to show in my pictures. Mostly bicycles, kids playing, the cafes. I enjoyed myself too. If "they" made a pedestrian area out of Panepistimiou street, now that would be a dream.


Posted by betabug at 20:10 | Comments (1) | Trackbacks (0)
11 October 2010

Die Verurteilung eines Kindermörders als politische Justiz

Gibt es noch Gerechtigkeit?

Am 6. Dezember 2008 tötete der Polizist Επαμεινώνδα Κορκονέα (Epominonda Korkonea) den 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos nach einer "verbalen Auseinandersetzung", wie die NZZ so schön schreibt. Was folgte waren Wochen mit schweren Unruhen, Schülerdemonstrationen, Polizeigewalt. Ich war damals für Wochen nie im Zentrum der Stadt, keine Lust auf Randale. Heute ist der Polizist für vorsätzlichen Mord zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gibt es noch Gerechtigkeit? Oder handelt es sich auch bei diesem Urteil um politische Justiz?


Das Gericht ging davon aus, dass Korkonea mit Vorsatz gehandelt hat und billigte ihm keinerlei mildernde Umstände zu. Es folgte in fast allem den Vorgaben des Staatsanwalts, lediglich das Strafmass fiel leicht "milder" aus, der Staatsanwalt hatte zu der lebenslänglichen Strafe dazu noch weitere 6 Jahre gefordert. Beim Vorsatz kann ich mir nur vorstellen, dass das Gericht davon ausging, dass Korkoneas nach dem Streit hinging und sich sagte: "Den bring ich jetzt um." Ich dachte immer, zum Vorsatz gehört eine gewisse Planung oder Vorlaufzeit und so gesehen kommt mir das leicht zweifelhaft vor, aber schliesslich bin ich da der totale Laie.

Was diesen Gedanken "den bring ich jetzt um" angeht, möchte ich eine kleine Geschichte erzählen. Als ich damals in den 80ern in einer Motorradwerkstatt von Freunden rumhing, kamen dort ab und zu Polizisten mit ihren Dienst-Motorrädern vorbei (obwohl die ja eigentlich eigene Werkstätten haben). Einer von denen war sehr redselig und hatte ein gewisses Geltungsbedürfnis. Er erzählte uns lautstark, wie er mal auf einen "Verbrecher" geschossen hatte, der auf der anderen Strassenseite stand und wie er ihn "genau in die Stirn" getroffen hat. Es klang für mich wie eine Mischung aus Überraschung über sein Zielglück und Stolz.

Damals lernte ich, dass es eine Welt von solchen Menschen gibt. Menschen, für die es normal ist, einen anderen Menschen zu töten, die Wohl auch den Beruf des Polizisten nicht als Dienst an der Gesellschaft verstehen, sondern als... Haudrauf-Spiel. Korkonea hatte den Spitznamen "Rambo" und war etwas was sich "ειδικός φρουρός" (idikos fruros, spezieller Wachdienst) nennt, kein "richtiger" Polizist. Er hatte wohl wieder und wieder solche Geschichten gehört wie die, die ich in den 80ern zu Ohren bekam. Als er im Dezember 2008 Streit mit ein paar Teenagern bekam, die auf dem Weg von einer privaten Feier waren, befahl ihm die Funkzentrale sich nicht vom Wagen zu enfernen und umgehend zur Wache zurückzukehren, doch Korkonea wollte zeigen was er drauf hatte.

Das Resultat war eine Stadt in Aufruhr. Ausgehend von der Tat im Viertel Exarchia, wo traditionell die Anarchisten zuhause sind, mit Hilfe von modernen Kommunikationsmitteln gingen Schüler und junge Leute auf die Strasse. Die Geschichte eskalierte schnell, denn einerseits schlägt die damals um das betreffende Viertel stationierte Bereitschaftspolizei gerne zu, andererseits geht in diesem Land jeder sofort davon aus, dass ein Polizist sich immer rauswinden kann, immer von seinen Kollegen und dem Staat gedeckt wird.

Das ist jetzt erst einmal nicht passiert. Der Angeklagte, der bereits aus der Untersuchungshaft entlassen worden war (wegen Überschreitung der Maximaldauer der Untersuchungshaft, er durfte aber den Gerichtsort nicht verlassen) muss jetzt vielleicht doch ins Gefängnis. Nirgends in der Presse sah ich heute die Möglichkeit einer Berufung erwähnt. Die wird es doch wohl sicher geben und schon häufig wurde das Spiel gespielt "Polizisten erstinstanzlich zu verurteilen und wenn Gras drüber gewachsen ist mit einem warmen Händedruck nach Hause zu schicken".

In diesem Fall muss davon ausgegangen werden, dass hinter der Verurteilung eine gehörige Portion politsche Justiz steckt. Die Regierung will es sich nicht leisten, zu all den Problemen die sie dem Land jetzt schon bereitet auch noch ein Wiederaufflammen der Jugendunruhen zu bekommen. Schon jetzt haben die Politiker Angst. Die Strasse vor dem Palast des Ministerpräsidenten wird mit einem Manschaftswagen der Polizei als "Panzersperre" blockiert, als wären wir in Bagdad. Vorfälle, bei denen Politiker beschimpft und bespuckt wurden, werden unter der Hand und zum Teil in Zeitungen weitererzählt. Bei der Eröffnung einer Skulpturen-Ausstellung im Nationalgarten Athens wurde für die Politker (das Parlament grenzt an den Park an) eine Separat-Vernissage durchgeführt.

Zum Willen der Politik zu einer harten Verurteilung kam noch eine Verteidigung die ohne jeden Kompromiss auf "unschuldig" plädierte und die ansonsten vor allem aus Show-Effekten, dem Lächerlichmachen des Opfers und einer Prise Mitleidshaschen zu bestehen schien. Ich nehme an, dass man bei der Verteidigung fest davon ausging, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.

Kann man jetzt also wieder ein kleines bischen an die Justiz und Gerechtigkeit in Griechenland glauben? Ich persönlich habe mich über dieses Urteil gefreut. Es bringt der Mutter ihr Kind nicht zurück, es läutet noch keine saubere Welle im hiesigen Justiz- und Polizei-Sumpf ein, es kam nur unter politischem Druck zustande und ist deshalb auch nicht wirklich 100% korrekt... aber trotz allem tut die erstmalige [1] Verurteilung eines Polizisten, der ein Kind getötet hat, gut.

[1]In den 80er Jahren gab es einen ähnlichen Fall, bei dem bei Demonstrationen ein 15-jähriger von einem Polizisten erschossen wurde. Der Junge damals wurde durch Genickschuss von hinten getötet, das Gericht befand auf unschuldig, da der Polizist in Selbstverteidigung gehandelt habe. Es sind solche Urteile (von denen es über die Jahre noch andere gab), die jeden Glauben an die Justiz untergraben haben.

Posted by betabug at 21:52 | Comments (0) | Trackbacks (0)
22 October 2010

Χρήσιμα τελικά τα κομμένα δέντρα του Ομέρ Πριόνη;

Κάθε κακό και ένα καλό
Το περίπτερο του Νικίτα Κακλαμάνη στην Πλατεία Συντάγματος

Το περίπτερο του Νικήτα Κακλαμάνη στην Πλατεία Συντάγματος είναι άραγε φτιαγμένο από τα ξύλα τον δέντρων που έκοψε αυτός στο πάρκο Κύπρου και Πατησίων;

Δεν φαίνεται πολύ καλά στην φωτογραφία κινητού εδώ: Το περίπτερο για της δημοτικές εκλογές έχει σανίδες από άβαφτο ξύλο απ' έξω. Μάλλον θέλει να δείχνει κάτι ζεστό και "κοντά στην φύση". Εμένα πάλι μου θύμισε τα 45 δέντρα που κόπηκαν για να γίνει πάρκινγκ, πράγμα που αποτέλεσε το παρατσούκλι "Ομέρ Πριόνης" για τον Δήμαρχο της Αθήνας.


Posted by betabug at 10:54 | Comments (0) | Trackbacks (0)
23 October 2010

Gutes Brot

... aus Halkida, zu kaufen in Athen
Brot-Laden Athinas 39 beim Monastiraki

Wirklich gutes Brot ist in Athen schwer aufzutreiben. Was die meisten "Bäcker" anbieten ist meistens ein aus Fertigmix angerührtes weisses Etwas, dass - wenn es gut kommt - am ersten Tag gut schmeckt. Ab dem zweiten Tag wurde es früher hart, mit den heutigen (wahrscheinlich chemischen) Zutaten wird es zum Schwamm. Wenn es schlecht läuft, so schmeckt das Brot schon am ersten Tag schlimmer als "nach gar nichts", so bei einem "Bäcker" in Ano Glyfada, der das Glück hat in seiner Umgebung der einzige zu sein.

Als wirkliche Alternative gibt es diesen Laden, der Brot verkauft. Wirkliches Brot, gebacken auf Euböa. Das Brot ist fest und voll. Es schmeckt gut. Auch nach einer Woche ist es noch essbar - halt einfach aussen etwas härter und etwas trockener. Es macht auch richtig satt. Also bin ich die letzten Wochen dazu übergegangen, etwa einmal pro Woche in der Athinas 39 vorbeizugehen, ganz in der Nähe von der Station Monastiraki (Παραδοσιακό Ψωμί Χαλκίδας, Αθηνάς 39, Té 210 3222622. Dort nehme ich einen halben bis ganzen Leib Brot (ein ganzer hat rund 2 Kilo).

Es gibt dunkles und helles Brot, ich habe bisher immer das dunkle genommen, wenn schon, denn schon. Daneben verkaufen sie auch Honig und noch ein paar süsse Sachen, von denen ich "Δίπλες Μάνης" (Diples Manis, die etwas an Fasnachtskuchen erinnern) schon probiert habe..


Posted by betabug at 09:00 | Comments (0) | Trackbacks (0)
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